Sentiero Add-On-Tymp
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Das Gerätekonzept des Sentiero Add-On-Tymp ist auf bedarfsorientierte Tympanometrie- und Reflexmessungen als flexible Ergänzung zur stationären Mittelohrdiagnostik ausgerichtet.
Das kompakte und mobile Add-On-Tymp ermöglicht zusätzliche Untersuchungen unabhängig von einem fest eingerichteten Tympanometrie-Arbeitsplatz. Ob bei kurzfristigen Kapazitätsengpässen in der Praxis, bei Untersuchungen in Pflegeeinrichtungen oder bei der Untersuchung von Kindern außerhalb des regulären Messraums – das System schafft zusätzliche diagnostische Flexibilität.
Als Erweiterung des Sentiero Advanced ergänzt das Add-On-Tymp bestehende stationäre Tympanometriesysteme, ohne diese im kontinuierlichen diagnostischen Routinebetrieb ersetzen zu sollen.
Messverfahren und technische Ausstattung
Die Standard-Tympanometrie erfolgt mit einem 226-Hz-Sondenton. Optional stehen in Verbindung mit einem Tymp-Klasse-1-Modul weitere Sondentöne (678 Hz, 800 Hz und 1.000 Hz) zur Verfügung, insbesondere für zuverlässige Messungen bei Neugeborenen und Säuglingen.
Die ipsilaterale Reflexmessung erfolgt standardmäßig bei 0,5; 1,0; 2,0 und 4,0 kHz sowie zusätzlich mit Breitbandrauschen. Eine kontralaterale Reflexmessung ist über einen zusätzlichen Wandler, z. B. einen Kopfhörer, möglich, der direkt am Sentiero angeschlossen wird. Damit werden die gängigen diagnostischen Anforderungen in der HNO abgedeckt.
Benutzertests und standardisierte Abläufe
Das Sentiero Add-On-Tymp ermöglicht das Abspeichern von bis zu fünf individuellen Testeinstellungen als Benutzertests. Diese lassen sich per Knopfdruck aufrufen, wodurch Messungen schnell, reproduzierbar und standardisiert durchgeführt werden können. Die Messdurchführung ist klar strukturiert und delegierbar.
Benutzerdefinierte Untersuchungsprotokolle reduzieren unnötige Arbeitsschritte, erhöhen die Effizienz im Untersuchungsablauf und sorgen für konsistente Prozesse. Dies verbessert die Vergleichbarkeit und Zuverlässigkeit der Messergebnisse, insbesondere bei Verlaufs- und Mehrfachuntersuchungen.
Software, Datenmanagement und Integration
Das Sentiero Add-On-Tymp ist ausschließlich in Verbindung mit dem Sentiero Advanced betriebsfähig. Die Steuerung und Bedienung erfolgen direkt über dessen bestehende Benutzeroberfläche. Dadurch bleiben die gewohnten Bedienabläufe erhalten und eine zusätzliche Einarbeitung in eine eigenständige Gerätesoftware ist nicht erforderlich.
Das Add-On-Tymp nutzt die vorhandene Software- und Datenstruktur des Sentiero Advanced. Eine zusätzliche Softwareinstallation für das Tympanometrie-Modul ist nicht erforderlich.
Untersuchungsdaten können optional über die MIRA-Software gespeichert oder alternativ über MIRA Direct Print direkt auf einem vorhandenen Standarddrucker ausgegeben werden. Zusätzliche Druckerhardware ist hierfür nicht erforderlich.
Über die Avantgarde-Software besteht die Möglichkeit zur Visualisierung, Verwaltung und Archivierung der Untersuchungs- und Messdaten. Darüber hinaus ist eine Anbindung an die vorhandene Praxis-EDV über die direkte GDT-Schnittstelle möglich. Die Nutzung der bestehenden Bedienoberfläche und Softwarelösungen ermöglicht eine einfache Integration des Sentiero Add-On-Tymp in vorhandene Praxisabläufe.
Leistungsmerkmale
- Mobile & flexible Tympanometrie
- Bedarfsorientierte Diagnostik
- Ergänzung zur stationären Tympanometrie
- Optional 1.000 Hz Sondenton
- Ipsi- & kontralaterale Reflexmessung
- Intuitive Bedienung über Sentiero Advanced
- Digitale Dokumentation & Datenanbindung
- Bestehende MIRA- und GDT-Anbindung nutzbar
Tympanometrie
Standard Tympanometrie mit 226 Hz und optionaler 1.0 kHz Sondenton.
Ipsilateraler Reflexmessung bei 1-4 Frequenzen und zusätzlich BBN. Die Reflexmessung kann automatisch oder manuell erfolgen.
Benutzerdefinierte Tests
Die benutzerdefinierten Untersuchungsprotokolle steigern die Effizienz, da unnötige Schritte vermieden werden und Messungen somit einfacher und schneller durchgeführt werden können.
Sie sorgen für konsistente und standardisierte Abläufe und erhöhen somit die Vergleichbarkeit und Zuverlässigkeit der Ergebnisse.
Kurz gesagt bieten benutzerdefinierte Untersuchungsprotokolle eine höhere Flexibilität und Präzision, was zu besseren Ergebnissen und effizienteren Abläufen führt.