nanoTymp
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Gerätekonzept und Handhabung
Das nanoTymp ist ein kompaktes, softwaregestütztes Tympanometriesystem für den flexiblen Einsatz in der Praxis. Es unterstützt standardisierte, delegierbare Messabläufe und ermöglicht eine effiziente, plattformunabhängige Integration in bestehende IT-Strukturen.
Die Spannungsversorgung erfolgt über den USB-Anschluss des Computers. Dadurch ist das nanoTymp netzunabhängig einsetzbar und aufgrund des Verzichts auf einen Akku mit rund 200 g besonders leicht. Das Gerät eignet sich sowohl für stationäre Arbeitsplätze als auch für mobile Anwendungen innerhalb der Praxis.
Messverfahren und technische Ausstattung
Die Standard-Tympanometrie erfolgt mit einem 226-Hz-Sondenton. Optional steht ein 1000-Hz-Sondenton zur Verfügung, der insbesondere für zuverlässige Messungen bei Neugeborenen und Säuglingen geeignet ist.
Die Reflexmessung erfolgt standardmäßig bei 0,5; 1,0; 2,0 und 4,0 kHz sowie zusätzlich mit Breitbandrauschen. Damit werden die in der HNO-Diagnostik üblichen Untersuchungsanforderungen vollständig abgedeckt.
Benutzertests und standadisierte Abläufte
Das nanoTymp ermöglicht das Abspeichern von bis zu vier individuellen Testeinstellungen als Benutzertests. Diese können per Knopfdruck aufgerufen werden, wodurch Messungen schnell gestartet und standardisiert durchgeführt werden können. Die Messdurchführung ist damit klar strukturiert und delegierbar.
Benutzerdefinierte Untersuchungsprotokolle reduzieren unnötige Arbeitsschritte, erhöhen die Effizienz im Untersuchungsablauf und sorgen für konsistente Prozesse. Standardisierte Abläufe verbessern die Vergleichbarkeit und Zuverlässigkeit der Messergebnisse – insbesondere bei Verlaufs- und Mehrfachuntersuchungen.
Software, Datenmanagement und Integration
Die nanoTymp-Software ist lauffähig unter Apple macOS, Windows sowie auf Android-Smartphones und -Tablets. Untersuchungsdaten werden direkt in der Software gespeichert oder optional über ein NOAH-Modul verwaltet.
Der Ausdruck der Messergebnisse erfolgt direkt aus der nanoTymp-Software über den vorhandenen Standarddrucker, ohne zusätzliche Hardware oder spezielle Drucklösungen.
Diese Struktur ermöglicht eine einfache Integration des nanoTymp in bestehende Praxis- und Klinikabläufe.
Das nanoTymp kann in drei Betriebsarten eingesetzt werden: im Stand-alone-Betrieb, im GDT-Betrieb mit direkter Anbindung an die Praxis-EDV oder über die herstellerunabhängige Avantgarde-Software. Die Avantgarde-Software reduziert Lizenz-, Wartungs- und Installationskosten, da die Anzahl der zu pflegenden Schnittstellen deutlich verringert wird.
Über eine GDT-Schnittstelle kann das nanoTymp an das Avantgarde-Messdatensammelsystem angebunden oder direkt an die Praxis-EDV angebunden werden. Dadurch wird eine strukturierte, herstellerübergreifende Weiterverarbeitung audiologischer Messdaten ermöglicht.
Die Nutzung standardisierter Schnittstellen wie GDT und HL7 unterstützt die Integration in bestehende Praxis- und Kliniksysteme (z. B. KIS/PVS). Dies schafft Investitionssicherheit, reduziert Insellösungen und ermöglicht eine skalierbare sowie langfristig nutzbare IT-Struktur im audiologischen Umfeld.
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