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ECochG Erweiterungsmodul

Die Elektrocochleografie ermöglicht die objektive Beurteilung cochleärer und neuraler Funktionen anhand früher elektrischer Potenziale

Die Elektrocochleografie (ECochG) ist eine hochsensitive Methode zur objektiven Diagnostik der Innenohrfunktion. Sie erfasst frühe elektrische Antworten des auditorischen Systems innerhalb von 1–3 Millisekunden nach akustischer Stimulation mittels Klick oder Tone-Burst. Für eine aussagekräftige Messung wird die Elektrode möglichst nahe an der Cochlea positioniert.


Erfasst werden mehrere spezifische Messpotenziale: Das Cochlear Microphonic (CM) spiegelt die reizsynchrone Antwort der äußeren Haarzellen wider. Das Summationspotential (SP) gilt als Ausdruck nichtlinearer Schwingungen der Basilarmembran. Das Summenaktionspotential des Hörnerven (CAP/AP) ist reizstärkeabhängig und entspricht der Welle I der Hirnstammaudiometrie.


Die ECochG liefert damit differenzierte Informationen zur cochleären und neuralen Funktion und ergänzt etablierte objektive Hörprüfverfahren sinnvoll.

ECochG - Tutorial

ECochG Benutzermenü
Sentiero Advanced ECochG Benutzermenü

Nach dem Start des Moduls stehen Ihnen bis zu fünf frei konfigurierbare benutzerdefinierte Tests zur Verfügung. Diese können zusätzlich gegen unbeabsichtigtes Verstellen gesichert werden.


Die schreibgeschützten Benutzertests stellen eine reproduzierbare und nachvollziehbare Messsequenz sicher. Der Benutzertest „Manuell“ kann dagegen jederzeit an individuelle Anforderungen oder spezielle Fragestellungen angepasst werden.

ECochG-Paket (transtympanal)
ECochG-Paket (transtympanal)

Zubehör und Verbrauchsmaterial zur transtympanalen ECochG Ableitung. Das Paket besteht aus einem steckbaren Patientenableitkabel (für die unterschiedlichen Elektrodentypen) und speziellen Nadelelektroden.

ECochG-Paket (extratympanal)
ECochG-Paket (extratympanal)

Das Zubehör- und Verbrauchsmaterialpaket für die extratympanale ECochG-Ableitung umfasst ein steckbares Patientenableitkabel für unterschiedliche Elektrodentypen sowie einen speziellen Schallschlauch-Satz zum Anschluss von Goldfolien-TipTroden und Elektrodenkabeln.


Aufgrund der extratympanalen Ableitposition weist diese Messmethode systembedingt höhere Elektrodenimpedanzen auf. Entsprechend sind im Vergleich zu invasiveren Ableitformen geringere Signalamplituden zu erwarten, was bei der Interpretation der Messergebnisse zu berücksichtigen ist.

ECochG-Paket (tympanal)
ECochG-Paket (tympanal)

Das Zubehör- und Verbrauchsmaterialpaket für die tympanale ECochG-Ableitung umfasst ein steckbares Patientenableitkabel für unterschiedliche Elektrodentypen sowie Elektrodenkabel zum Anschluss von Trommelfellelektroden.


Die tympanale Messung bietet einen ausgewogenen Kompromiss zwischen der extratympanalen Ableitung und der invasiven transtympanalen Messung und ermöglicht eine verbesserte Signalqualität bei gleichzeitig reduziertem Invasivitätsgrad.

ECochG Messverlauf
Sentiero Advanced ECochG Messverlauf

Während der Messung werden die Ergebnisse der Druck-(C)- und Sog-(R)-Phasen dargestellt.


Zur Auswertung werden die beiden Phasen entweder übereinander (R und C) bzw. als Summe (R + C) und Differenz (R - C) dargestellt.


Zur Verfügung stehen Marker für die cochlearen Mikrofonpotentiale (CM), die Summationspotentiale (SP) und die Aktionspotentiale (AP).

ECochG Stimulus (1/3)
Sentiero Advanced ECochG Stimulus

Für die ECochG Messung stehen als Stimulus Klick, 0.5, 1.0,2.0 und 4.0 kHz ToneBurst zur Verfügung.

ECochG Tone-Burst (1/3)
Sentiero Advanced ECochG Tone-Burst

Zusätzlich können für die Tone-Bursts noch die Anstiegszeit, die Abfalldauer und das Plateau definiert werden.

ECochG Einstellungen (2/3)
Sentiero Advanced ECochG Einstellungen

ECochG Stimulus Pegel

ECochG Mittelungen (3/3)
Sentiero Advanced ECochG Mittelungen

Neben der Reizrate und der Anzahl der Mitteilungen kann auch die Aufzeichnungsdauer definiert werden.

ECochG Spektrum Viewer
Sentiero Advanced Spektrum Viewer

Die beiden Spektralkurven zeigen, ob die gewählten Filtereinstellungen wirksam sind.


Die rote Kurve stellt die ungefilterte Kurve dar. Die blaue Kurve stellt die gefilterte Kurve dar.


Das EEG-Spektrum zeigt den Frequenzbereich bis ca. 2 kHz. Damit können bereits vor einer Messung im OP nach Störfeldern gesucht werden.