Mittels der DPOAE-Schwelle besteht die Möglichkeit, eine objektive und automatisierte Hörschwellenbestimmung anhand der DPOAE-Wachstumsfunktion durchzuführen und damit die cochleäre Funktion präzise zu bewerten.
DPOAE-IO Erweiterungsmodul
Objektive und automatisierte Hörschwellenbestimmung mittels DPOAE-Wachstumsfunktion zur präzisen Bewertung der cochleären Funktion
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Distorsionsprodukte otoakustischer Emissionen (DPOAE) sind ein etabliertes, objektives Verfahren zur Beurteilung der Funktion der äußeren Haarzellen im Innenohr. Darüber hinaus ermöglichen sie eine zuverlässige Schätzung der Hörschwelle bei Hörverlusten von bis zu etwa 50 dB HL. DPOAE stellen somit eine wichtige Ergänzung zu den subjektiven audiologischen Testverfahren dar, insbesondere bei Patienten, bei denen eine aktive Mitarbeit nur eingeschränkt möglich ist.
DPOAE lassen sich frequenzspezifisch über einen größeren und insbesondere höherfrequenten Bereich messen als TEOAE. Für die DPOAE-Hörschwellenschätzung stehen als Messfrequenzen zwischen 1.0KHz und 8.kHz zur Verfügung. Die Messung erfolgt mit definierten Primärtonpegeln, beginnend bei einem hohen Reizpegel, der schrittweise reduziert wird. Ziel ist es, die Nachweisschwelle der Emissionen zu bestimmen.
Um eine präzise Hörschwellenschätzung zu ermöglichen, wird der Zusammenhang zwischen dem Emissionspegel der DPOAE und dem eingesetzten Primärtonpegel genutzt. Dieser Zusammenhang ist näherungsweise logarithmisch. Auf dieser Basis kann die Wachstumskurve der DPOAE mittels linearer Regression extrapoliert werden. Der Schnittpunkt der Regressionsgeraden mit der Pegelachse des Primärtons liefert einen geschätzten Hörschwellenwert.
Dieser objektiv ermittelte Schwellenwert lässt sich nach Umrechnung von dB SPL in dB HL direkt in ein konventionelles Tonaudiogramm übertragen. Studien haben gezeigt, dass die so extrapolierte Hörschwelle signifikant mit dem subjektiv empfundenen Hörverlust der Patienten korreliert. DPOAE bieten somit eine verlässliche, objektive und klinisch relevante Methode zur Hörschwellenschätzung und erweitern die diagnostischen Möglichkeiten in der modernen Audiologie erheblich.
DPOAE-IO - Tutorial
Für die DPOAE-Hörschwellenschätzung stehen die typischen audiometrischen Messfrequenzen von 1.0KHz bis 8.kHz zur Verfügung.
Um die Messzeit zu begrenzen, kann der Dynamikbereich mittels dem Startpegel und dem Minimalpegel eingegrenzt werden.
Für die DPOAE-Hörschwellenschätzung stehen die typischen audiometrischen Messfrequenzen von 1.0KHz bis 8.kHz zur Verfügung.
Um die Messzeit zu begrenzen, kann der Dynamikbereich mittels dem Startpegel und dem Minimalpegel eingegrenzt werden.
Die Mehrfrequenz-DPOAE-Messung ist eine Erweiterung der standardmäßigen DPOAE-Diagnostik in der Audiologie. Sie dient der Verkürzung der Messzeit, indem mehrere Frequenzpaare gleichzeitig oder in schneller Abfolge gemessen werden, anstatt jedes Frequenzpaar einzeln zu testen.
Die von PATH medical entwickelte Frequenzmodulierte DPOAE (FM-DPOAE) ist eine schnelle und präzise Weiterentwicklung der konventionellen DPOAE-Messung. Durch die Modulation der beiden Primärtöne wird die Messzeit verkürzt, die DPOAE-Feinstruktur reduziert und Artefakte werden minimiert.
Die DPOAE-Schwellenwerte lassen sich nach der Umrechnung von dB SPL in dB HL direkt in ein konventionelles Tonaudiogramm übertragen.
Alternativ ist auch eine Darstellung der DPOAE-Schwellenwerte in numerischer Form möglich.
Mithilfe einer Überlagerungsfunktion lassen sich unterschiedliche DPOAE-Schwellen bei variierenden Primärtonpegeln vergleichen und anschaulich darstellen.
Die DPOAE-Feinstrukturmessung ist ein Messverfahren, bei dem die DPOAE in feinen frequenzabhängigen Schritten erfasst werden, um die cochleäre Funktion präziser zu beurteilen.
Die DPOAE-Feinstrukturmessung erhöht die Sensitivität, die Genauigkeit und die diagnostische Sicherheit und erlaubt eine deutlich differenziertere Beurteilung der cochleären Funktion als klassische DPOAE-Messungen.
In den DPOAE-IO Einstellungen können neben den Frequenzen, die Multifrequenz und Frequenzmodulierten DPOAE eingestellt werden.
Zusätzlich können Start- und Stopppegel definiert werden. Durch die Eingrenzung des Dynamikbereichs kann die Messdauer noch einmal deutlich reduziert werden.