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eABR Erweiterungsmodul

eABR zur objektiven Beurteilung elektrisch evozierter Hirnstammpotentiale bei Cochlea-Implantaten – intra- und postoperativ

Die elektrisch evozierte Hirnstammaudiometrie (eABR) ermöglicht die objektive Beurteilung der neuronalen Reaktion des auditorischen Systems auf elektrische Stimulation. Sie wird insbesondere bei Patienten mit Cochlea-Implantat eingesetzt und kann sowohl intraoperativ als auch postoperativ durchgeführt werden. Die elektrische Stimulation erfolgt über das jeweilige CI-Anpasssystem, während Sentiero Advanced die evozierten Hirnstammpotentiale aufzeichnet. Ein externes Triggersignal synchronisiert Stimulation und Potentialaufzeichnung.

Intra- und postoperativer Einsatz

Gerade im OP-Umfeld bietet die kompakte Bauweise des Sentiero Advanced praktische Vorteile. Das akkubetriebene System arbeitet eigenständig und benötigt für die Messung weder separaten PC noch Monitor oder Tastatur. Dadurch reduzieren sich Platzbedarf, Verkabelung und mögliche elektrische Störquellen. Das geschirmte Elektrodenkabel unterstützt zusätzlich die Reduzierung von Störeinflüssen aus der elektrischen Umgebung. Das Whitepaper beschreibt erfolgreiche Messungen bei 46 Patienten, die überwiegend auch ohne elektrisch abgeschirmten Untersuchungsraum durchgeführt werden konnten.


Auch unter hygienischen Gesichtspunkten ist die kompakte Bauform vorteilhaft. Die weitgehend geschlossene Oberfläche des Handgerätes mit wenigen Kanten und Bedienelementen ist für die Wischdesinfektion gut zugänglich. Gegenüber einem klassischen PC-basierten Messplatz mit Gerätewagen, PC, Monitor, Tastatur und zusätzlicher Verkabelung reduziert sich die Anzahl der im unmittelbaren OP-Umfeld erforderlichen Komponenten und zu reinigenden Oberflächen.

Messung direkt am Gerät

Die eABR-Messung wird direkt über den Touchscreen des Sentiero Advanced gesteuert. Das E-ABR-Modul ermöglicht die Aufzeichnung von bis zu 15 Messkurven innerhalb eines Testlaufs sowie die automatische Erkennung und Markierung der Welle V. Während der Messung werden Messkurven, Aufzeichnungsfortschritt, Rauschen und Elektrodenimpedanzen dargestellt. Ein EEG-Rauschdiagramm unterstützt die Beurteilung der Messbedingungen. Die Elektrodenimpedanzen werden kontinuierlich überwacht.


Die Messdaten werden im Gerät gespeichert und können anschließend zur weiterführenden Auswertung, Markierung und Dokumentation in die MIRA-Software übertragen werden.

eABR - Tutorial

eABR Benutzermenü
Sentiero Advanced ECochG Benutzermenü

Nach dem Start des Moduls stehen Ihnen bis zu fünf frei konfigurierbare benutzerdefinierte Tests zur Verfügung. Diese können zusätzlich gegen unbeabsichtigtes Verstellen gesichert werden.


Die schreibgeschützten Benutzertests stellen eine reproduzierbare und nachvollziehbare Messsequenz sicher. Der Benutzertest „Manuell“ kann dagegen jederzeit an individuelle Anforderungen oder spezielle Fragestellungen angepasst werden.

eABR Einstellungen 1/2
ECochG-Paket (transtympanal)

Zubehör und Verbrauchsmaterial zur transtympanalen ECochG Ableitung. Das Paket besteht aus einem steckbaren Patientenableitkabel (für die unterschiedlichen Elektrodentypen) und speziellen Nadelelektroden.

eABR Einstellungen 2/2
ECochG-Paket (extratympanal)

Das Zubehör- und Verbrauchsmaterialpaket für die extratympanale ECochG-Ableitung umfasst ein steckbares Patientenableitkabel für unterschiedliche Elektrodentypen sowie einen speziellen Schallschlauch-Satz zum Anschluss von Goldfolien-TipTroden und Elektrodenkabeln.


Aufgrund der extratympanalen Ableitposition weist diese Messmethode systembedingt höhere Elektrodenimpedanzen auf. Entsprechend sind im Vergleich zu invasiveren Ableitformen geringere Signalamplituden zu erwarten, was bei der Interpretation der Messergebnisse zu berücksichtigen ist.

EEG Spectrum Viewer
ECochG-Paket (tympanal)

Das Zubehör- und Verbrauchsmaterialpaket für die tympanale ECochG-Ableitung umfasst ein steckbares Patientenableitkabel für unterschiedliche Elektrodentypen sowie Elektrodenkabel zum Anschluss von Trommelfellelektroden.


Die tympanale Messung bietet einen ausgewogenen Kompromiss zwischen der extratympanalen Ableitung und der invasiven transtympanalen Messung und ermöglicht eine verbesserte Signalqualität bei gleichzeitig reduziertem Invasivitätsgrad.